Berlin wächst hoch hinaus: Der „Glücks-Turm“ kommt.

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Am Berliner Alexanderplatz tut sich was. Hier soll ein 150 m hoher Wolkenkratzer direkt neben dem Shoppingcenter „Die Mitte“ erbaut werden. Damit wird das Gebäude zur unangefochtenen Nummer Eins Berlins, dicht gefolgt vom Park Inn mit 125 m und dem Waldorf-Astoria Hotel (118 m).

In dem Giganten sollen ein Design-Hotel und 300 Apartments ihr neues Zuhause finden. Das obere Drittel ähnelt einem Kleeblatt, daher auch der Name „Glücks-Turm“. Hier sind Luxuswohnungen mit Blick über Berlin geplant. Diese sind bewusst so gebaut, dass der Nachbar nicht hineinschauen kann. Die kleinste Eigentumswohnung umfasst 40 Quadratmeter und steigert sich bis hin zum Penthouse. Balkone seien unabdingbar. „Eigentumswohnungen ohne Balkon zu vermarkten, macht keinen Sinn.“, so Christoph Reschke, Geschäftsführer des amerikanischen Immobilienunternehmen Hines und gleichzeitig Investor des Millionenprojekts. Um genau zu sein, sind es 200 bis 250 Mio. Euro, die sich auf 48.000 Quadratmetern verteilen. Zum Verkaufspreis wollte Reschke noch keine Angaben machen.

Wer steckt hinter dem Millionenprojekt?

Star-Architekt Frank Owen Gehry aus Kalifornien hat sich gegen acht Mitstreiter bei einem Wettbewerb durchgesetzt. Sein Entwurf wird mittels des US-Investors Hines realisiert. Gehry ist übrigens der Kopf, der hinter den bekannten Bauten am Düsseldorfer Medienhafen steckt. Die DZ-Bank am Pariser Platz (Berlin), das „Tanzende Haus“ in Prag oder das Stata Center in Cambridge (USA) gehören zu seinen berühmten Werken. Der Stil seiner Architektur ist dekonstruktivistisch, was den freien, spielerisch leichten Umgang mit Bauelementen beschreibt. Er entspricht dem Gegenteil der traditionellen Architektur: die feste Ordnung von oben und unten, Fassaden- oder Raumstrukturen werden außer Kraft gesetzt. Diese besondere Stilrichtung ist in den 80er Jahren entstanden und soll mit dem Bau des „Glücks-Turms“ voraussichtlich im Jahr 2015 weiter geführt werden.

Der Alexanderplatz – ein begehrtes Pflaster

Der Architekt Hans Kollhoff hat im Jahr 1993 einen Bebauungsplan für den Alexanderplatz entwickelt. Demnach sollten dort zehn solcher Türme entstehen. Realisiert wird bis jetzt der von Gehry entworfene Wolkenkratzer. Die Entstehung der anderen Türme setze voraus, dass Gebäude aus DDR-Zeiten abgerissen werden müssten. Die Chancen hierfür stehen jedoch gering, da einige inzwischen sehr aufwendig saniert worden sind. Außerdem wird überlegt, Bauwerke aus dieser Zeit unter Denkmalschutz zu stellen.

Alles in allem bleibt es spannend. Berlin ist eine sehr wandelbare Stadt, vereint Moderne und Vergangenheit gleichermaßen. Der Alexanderplatz ist ein Spiegel dieses Phänomens und wird es mit dem Gehry-Tower ein kleines Stück mehr denn je sein.

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