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Top-Immobilien: Ihr Immobilienmakler in Kloster Lehnin

Immobilienverkauf.
Professionell und kompetent.
Mit Herz und Verstand.

Wir sind immer bestrebt unseren Service zu erweitern und zu verbessern, daher haben wir ein weiteres Büro eröffnet. Wir sind nun auch in Kloster Lehnin vertreten, dieser Standort ist zuständig für das umliegende Gebiet samt Potsdam und Brandenburg an der Havel. Wo wir genau tätig sind, sehen Sie hier.

Unser Makler vor Ort ist in der Region geboren und lebt seit Jahrzehnten sehr gerne dort. Er kennt die Gegend wie seine Westentasche und ist mit dem Immobilienmarkt speziell vor Ort sowie natürlich auch insgesamt bestens vertraut – er kennt sich aus und weiß genau wovon er spricht. Sehr gerne möchte er Sie beim geplanten Immobilienkauf oder Immobilienverkauf kompetent und professionell begleiten. Natürlich steht ihm unser erfahrenes Team professionell zur Seite.

Die Firma Top-Immobilien hat ihren Firmensitz in Berlin-Spandau und blickt auf weit mehr als 30 Jahre Erfahrung zurück. Das ist eine sehr lange Zeit und sie spricht für sich.

Wenn Sie erfolgreiche und erfahrene Makler suchen, sind Sie bei uns goldrichtig. Am einfachsten ist es, Sie rufen uns an oder schreiben Sie uns eine Email. Wir freuen uns auf Sie und Ihre Wünsche.


Herzliche Grüße vom Top-Immobilien-Team
Ihr Immobilienmakler in Kloster Lehnin





Wer in Kloster Lehnin lebt, zieht nicht mehr weg

Kloster Lehnin, Schwielowsee, Geltow, Caputh, Werder, Michendorf, Wilhelmshorst – eine kleine Hommage an eine wunderbare Region.

Folgen Sie der Havel südlich aus der Hauptstadt, treffen Sie unweigerlich auf den Schwielow-, Zern- und Templinersee. Nicht nur für Tiere und Pflanzen bietet diese Seenkette einen ausgezeichneten Lebensraum, sondern auch der großstadtmüde Berliner hat die idyllische Lage schon längst für sich entdeckt und schätzen gelernt. Viele der Orte und Städte liegen direkt am Wasser, umgeben von weitläufigen Wäldern und Feldern (größtenteils als Naturschutzgebiete ausgewiesen).

Der Charme der Zeit

Caputh, Geltow und Schwielowsee haben sich bei Touristen einen besonderen Namen gemacht. Idyllisch schmiegen sich die Städtchen an das Ufer des Schwielowsee und offerieren unzählige ruhige Plätze zum Ausspannen. Da ist es kein Wunder, dass Albert Einstein hier lange Zeit seine Sommer verbracht hat. Übrigens dient seine Residenz seit 2008 als Veranstaltungs- und Besichtigungsort. Schauen Sie doch einfach mal vorbei. Die Wohnorte haben sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt, ohne den eigenen Charme oder den historischen Ortskern samt Sehenswürdigkeiten aufzugeben. So trifft Alt auf Neu und dieser Mix funktioniert ausgezeichnet. Viele der alten historischen Gewerke wurden zu Museen umgebaut. So können Sie in Geltow z. B. eine Handweberei besuchen, wo an bis zu 300 Jahre alten Webstühlen gearbeitet wird. Ein besonderer Event ist alljährlich das traditionelle Baumblütenfest im benachbarten Werder/Havel. Seit 1879 laden die ansässigen Obstbauern die Bevölkerung ein, mit ihnen zusammen den Höhepunkt des Blütenstandes zu feiern.

Kloster-Lehnin. Hier gibt’s mehr als Spargel

Mitten im Naturpark „Nuthe-Nieplitz“ liegt das bekannte Beelitz. Der damalige Wallfahrtsort ist sicherlich jedem Spargelliebhaber ein Begriff, denn hier befindet sich das größte Anbaugebiet des beliebten Gemüses. Neben der gesunden Beilage hat Beelitz eine Vielzahl an Baudenkmälern, Museen und Freizeitangeboten zu bieten. Zu nennen ist hier die Beelitzer Heilstätten. Das Ensemble war zu seiner Zeit der größte Krankenhauskomplex im Berliner Umland. Nach der Wende wurden viele der Gebäude saniert und beherbergen nun erneut mehrere Kliniken. Die übriggebliebenen Ruinen dienen Filmteams und Fotografen als beliebte Kulissen. Auf einem Baumkronenpfad können Besucher einen Teil des Geländes erforschen. Nachteulen kommen im denkmalgeschützten Wasserturm voll auf Ihre Kosten, denn unter dem Dach wurde eine Sternwarte errichtet. So können Astronomieliebhaber in 40 Meter Höhe ungestört den Nachthimmel erforschen.

Kloster Lehnin und große Flammen

Lehnin blickt auf eine fast tausendjährige Geschichte zurück. Die Gründung des hiesigen Klosters Lehnin wird auf das Jahr 1180 zurückdatiert. Die Mönche bauten auf Anweisung von Otto I. (Anlass dazu war ein Traum) die Abtei des Kloster Lehnin. Das Gelände und die Gebäude werden seit ca. 60 Jahren als Praxen für diverse Ärzte sowie als Krankenhaus genutzt. Aus der historischen Zeit sind noch viele Legenden überliefert. Aus einer dieser Sagen entstand auch das Wappen der Gemeinde Kloster-Lehnin, das aus einer Eiche und einem Hirsch besteht. So gut wie jeder Nachbarort kann mit einem eigenen See aufwarten. Viele Feste werden regelmäßig von den Einheimischen gefeiert und ausgerichtet. So ist z. B. das Osterfeuer in Trechwitz immer wieder ein Highlight. Die Veranstalter setzen auf Kreativität und ziehen die gesamte Aufmerksamkeit der umliegenden Gemeinden auf sich. Im Jahr 2018 waren über 1500 Besucher vor Ort und schauten zu, wie ein Meter hohes Kolosseum in Flammen aufging. Das war eine heiße Angelegenheit. Mal schauen, was sich die Trechwitzer nächstes Jahr einfallen lassen.

Kloster Lehnin. Alles vor Ort und immer unterwegs

Zum Einkaufen muss man nie weit fahren. Viele Lebensmittelmärkte und Einkaufszentren liegen entweder in Kloster Lehnin oder in den Nachbargemeinden. Kitas und Schulen kümmern sich um die Kleinen und heranwachsenden Jugendlichen. Hausärzte und Speziallisten sind oft nur ein paar Haltestellen entfernt. Größere und kleinere Restaurants bitten mit kulinarischer Vielfalt zu Tisch. Jeden Tag können Sie Ihren Gaumen neu verwöhnen. Viele der Gasthäuser bieten den Gästen sogar einen unvergesslichen Blick auf das Wasser bzw. einem eigenen Sandstrand inkl. romantischen Sonnenuntergangs. Wer sagt, dass das Brandenburger Land abgeschottet sei, der irrt. Zum Beispiel erfreut sich Michendorf, Werder, Wilhemshorst und Groß Kreutz einer hervorragenden Infrastruktur. Und davon profitieren auch alle anliegenden Orte. Denn mit dem Bus sind sie schnell am Bahnhof von Kloster Lehnin und von dort aus ist es nur noch eine kurze Bahnfahrt bis nach Berlin, Potsdam oder Brandenburg (an der Havel). Zudem hat fast jede größere Stadt eine nahe gelegene Auffahrt zur A10. So sind Sie mit dem Auto in knapp einer halben Stunde schon in Berlin unterwegs.

Kloster Lehnin. Erholung für Körper und Geist

Wir haben es am eigenen Leib gemerkt: Wer in Kloster Lehnin lebt – der liebt auch das Land. Niemand muss überredet werden zu bleiben. Das macht man ganz freiwillig. Es gibt immer etwas Neues zu entdecken. Sei es die Artenvielfalt der Tierwelt, die weitverzweigten Wanderwege oder die vielfältigen Sehenswürdigkeiten. Für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Kloster Lehnin im Wandel der Moderne

Häuser in Kloster Lehnin bestehen aus einem Dach, Mauern und einem Fundament. Im Fall von Kloster Lehnin besitzen die meisten Gebäude zudem ein Herz. Die zahlreichen imposanten Bauten erzählen von vergangenen Zeiten. Und das war bereits im 19. Jahrhundert zu hören. Damals stand Theodor Fontane in der Nähe meiner Grundstücksgrenze und musterte herablassend die ihm dargebotene Szenerie. Rund um die alten Backsteinmauern des Klosters Lehnin soll es - laut des erfahrenen Schriftstellers und Naturkundlers - wenig Besonderes gegeben haben. Er beschreibt in seinem Werk “Wanderungen durch die Mark Brandenburg” das weite märkische Land, doch für meine Gegend, nämlich für Kloster Lehnin, hatte Herr Fontane nicht viel übrig. Es ist flach, von Kiefernwäldern durchzogen und vom Ackerbau geprägt. Für einen Entdecker eine Landschaft ohne große Reize. Der Tonfall seiner Beschreibungen ändert sich merklich, sobald er die Klostermauern des Kloster Lehnin erspäht.

Kloster Lehnin. Die Gründungsgeschichte

Das Kloster Lehnin befindet sich in einer Zauche, einem Gebiet, das vor der Besiedlung trocken und lebensfeindlich war. Laut der Legende rief Otto I., von einer Vision beseelt, die Zisterzienser, um genau an dieser Stelle ein Kloster zu errichten. Zisterzienser sind Mönche und Nonnen, die sich dem Gebet, der Lesung und der harten Arbeit verschrieben haben. Sie lebten von sehr wenig und gaben sehr viel, beispielsweise beim Missionieren. Ihre Aufgabe war, diese Steppe mit den eigenen Händen fruchtbar zu machen. Im Jahr 1180 öffnete dann der Abt Sibold das erste Mal die wuchtigen Pforten der Abtei des Kloster Lehnin. In der angrenzenden Kirche versammelten sich die Gläubigen. Dass sie es nicht immer leicht hatten, überliefert Theodor Fontane ebenfalls in seinen Texten. Vom Kloster Lehnin aus missionierte das geistige Oberhaupt mit einem Bruder in den benachbarten Dörfern und kam in Nahmitz an. Es war ein heißer Sommertag. Der Abt hoffte, in einem der Häuser für wenige Minuten ein schattiges Plätzchen und etwas Ruhe zu finden. Stattdessen scheuchte er unabsichtlich die Bewohner auf. Panisch rannten die Kinder zu den Vätern, die am hiesigen See der Fischerei nachgingen. Diese verstanden die Situation falsch und schlugen den Christen tot. Die zurückgebliebenen Gläubigen bekamen es mit der Angst zu tun. Sie beschlossen, das Kloster Lehnin zu verlassen. Kurz vor der Aufgabe des Klosters erschien die Jungfau Maria und gab Hoffnung: “Redeatis! Nihil deerit vobis”, was übersetzt bedeutet, “Kehret zurück; es soll euch an nichts fehlen”. Gestärkt in ihrer Zuversicht, blieben sie und nahmen ihre Arbeit in Kloster Lehnin wieder auf. So steht es in den Überlieferungen. Eine andere Legende erzählt, dass es einen Streit rund um die Fischerei-Rechte gab, in dem der Abt sein Leben ließ. So oder so, es schließt sich eine Geschichte der Entwicklung von Lehnin an.

Kloster Lehnin. Malerische Baukunst

Die Zisterzienser predigten den Verzicht. Dies sollte laut Gebot auch in der Architektur einen Ausdruck finden. Schlichte und einfache Kirchen, ohne prachtvolle Fensterbilder, kunstvolle Kathedral-Zeichnungen oder sonstige Attribute von Prunk und Reichtum. So verlangte es die Askese des Glaubensordens im Kloster Lehnin. An die Vorgabe der Schlichtheit hielt man sich, setzte sie mit handwerklicher Perfektion um. Aus Kaltenhausen (Teltow-Fläming) schöpften die Mönche den Ton, der zum Brennen der Ziegel notwendig war. Vorteil des Baustoffes war seine Stabilität, geeignet für tragfähige Mauern. Die Fassadengestaltung war von klaren und schlichten Linien geprägt. Hier gestalteten die Zisterzienser mit Maßwerk (zugeschnittenen Steinen), Friesen (vergleichbar mit Bordüren; waagerechte Stilelemente an den Fassaden) und der Grisailletechnik weiter. “Gris” bedeutet im französischen “Grau”, einer der wenigen Töne, die in der Maltechnik zur Anwendung kommen. Mit Weiß und Schwarz vervollständigt sich das Repertoire. Das Farbpulver wurde in die Fenster eingebrannt und im weiteren Verlauf mit pflanzlichen Ranken und Blattwerk verziert. Lehnin erlangte nach und nach Bekanntheit. Mit dem Ruhm verflog die Bescheidenheit, und das Kloster häufte immer größer werdende Goldreserven an. Mit dem Reichtum kam der Wohlstand, und mit ihm der Neid. Maria hatte Recht. Es fehlte an nichts.

Kloster Lehnin. Der Niedergang und das weiße Fräulein

Das Kloster Lehnin war das älteste, größte und angesehenste Konvent in der Mark. Sein Besitz teilte sich in “zwei Marktflecken, vierundsechzig Dörfer, vierundfünfzig Fischereien, sechs Wasser- und neun Windmühlen, vierzehn große Forsten, dazu weite Äcker, Wiesen und Weinberge” auf. Circa dreißig Äbte regierten die blühenden Liegenschaften der Abtei in Kloster Lehnin, die sich bisweilen bis nach Potsdam ausgeweitet hatten. Mit dem Tod des Abtes Valentin im Jahr 1542 endet die gut dokumentierte Leitung des Klosters Lehnin. Infolge der Reformation wurde es säkularisiert. Die Obliegenheiten der Geistlichen ging in staatliche Hände über. So beendete Joachim II., seinerseits Markgraf von Brandenburg, die 362jährige Geschichte des Klosters Lehnin. Die romanisch-gotische Begegnungsstätte des Kloster Lehnin zerfiel in der Folge zu einer Ruine. Es waren die ansässigen Lehniner selbst, die sich an dem Gotteshaus vergingen. Ab 1770 wurde aus den Mauern des Kloster Lehnin ein Steinbruch. Mit Spitzhacken bearbeiteten die Einheimischen die Steine der Abtei. Das gotische Ensemble lag in Trümmern, während der ältere Teil, die romanische Kirche, als Lehniner Gemeindehaus diente. Eines Tages klopfte ein Wanderer an die Türen. Wir schreiben das Jahr 1873, und Theodor Fontane schüttelt sich den Staub von den Kleidern, bevor er das historische Gebäude in Kloster Lehnin betritt. In den Stufen eingelassen ist jener Baumstumpf einer Eiche, unter der Otto I. eingeschlafen sein soll. Im Traum erschien ihm eine Hirschkuh, die ihn bedrängte, so dass er das Tier niederstreckte. So überliefert eine Sage die Namensgebung des Ortes, denn Layne (Lehnin) heißt im Slawischen “Hirschkuh”. Sie ist im Wappen der Gemeinde wiederzufinden.

Eine weitere Überlieferung beschreibt eine unheimliche Erscheinung. Sobald es dunkel wurde, verschwanden die spielenden Kinder aus den Klosterruinen. Denn mit Beginn der Abendröte sollen summende Chöre aus dem Erdreich des Kloster Lehnin zu hören gewesen sein. Der Legende zufolge waren es die Stimmen der verstorbenen Mönche, deren Seelen hier weiter verweilten. Durch die Gänge des Kloster Lehnin indessen schlich eine traurige weiße Frau. Sie suchte seit Jahrhunderten ihren Geliebten, einen Mönch. Um Mitternacht schritt die Gestalt aus dem Mauerwerk in den Park hinaus, umfasste den vermeintlichen Liebhaber, doch erhaschte sie nur die Lehniner Luft. Einsam zog sie sich in den Schatten zurück und schluchzte. Mit Stolz erzählen sich die Alteingesessenen, dass einzig die hier Geborenen den Geist sehen können. Zugezogenen bleibt die Vision verwehrt. Was für ein Zufall.

Im Fazit seiner 80seitigen Auseinandersetzung mit Kloster Lehnin zeichnet Fontane ein widersprüchliches Bild von Kloster Lehnin. Die Schätze, Wandgemälde, Statuen der Heiligen, verzierte Altäre und Grabmäler sind verschwunden. Dem Reichtum beraubt, zog die Trostlosigkeit in Kloster Lehnin ein. Der Ort verfiel und wurde kaum mehr in Anspruch genommen. Zwei Zeichnungen sind als stumme Zeugen der Vergangenheit geblieben. Die eine stellt den Mord am ersten Abt dar, die zweite, ist im Laufe der Jahrhunderte bis zur Unkenntlichkeit verblasst. Das ist also geblieben. Geschichte und Undeutbares.

Sobald Fontane die alte Kirche verlassen hat, fühlt der Leser die Erleichterung des Schriftstellers. Was innen fehlte, gab es draußen zuhauf. Die triste Ziegelstein-Architektur passte sich perfekt in die vorherrschende Natur ein. Majestätische Eichen und Linden thronten über den alten Giebeln. An bröckeligen Steinsäulen kletterte wilder Efeu empor und Himbeerbüsche lockten die Kinder an. Das Sonnenlicht brach sich und malte Schatten in den Ruinen. Maria hatte Recht. Es fehlte an nichts.

Kloster Lehnin und seine Prophezeiung

Lehnin gedieh, unabhängig vom Schicksal des Klosters. Dank des Emster-Kanals, der zwischen 1866 und 1872 vollendet wurde und Lehnin mit der Havel verband, gewann die Ziegelei an wirtschaftlicher Bedeutung. Das Kloster versank weiterhin in Vergessenheit. Dies änderte sich mit König Friedrich Wilhelm IV., dem „Romantiker auf dem Thron“.

Aus den Trümmern der Abtei entstanden im 18. Jahrhundert drei Dörfer der Gemeinde “Kloster Lehnin”. Unsere Ahnen gingen recht sorglos mit dem architektonischen Erbe um. Im 19. Jahrhundert änderte sich der Umgang. Die Romantik und der aufkommende Nationalismus führten zu ersten Maßnahmen im Denkmalschutz. Mit Erlass des amtierenden Preußenkönigs wurde die Kirche restauriert. Hierzu öffnete man eigens die originalen Tongruben, um den originalen Farbton von damals zu gewinnen. Ende 1877 waren die Baumaßnahmen beendet. Erst 1911 ging die Anlage wieder in geistliche Obhut über. Mit dem Luise-Henrietten-Stift gedenkt die evangelische Landeskirche der Gemahlin des großen Kurfürsten von Preußen, die im 17. Jahrhundert das Anwesen als Sommerresidenz nutzte.

Nach rund 841 Jahren Klostergeschichte sind die Zisterzienser, slawische Siedlungen und Markgrafen längst Vergangenheit. Keine Lore fördert mehr Ton, und die Ziegelei ist längst verschwunden. An der Hauptstraße erfreuen sich die Touristen über ein erfrischendes Softeis und setzen den Rundgang im Klosterpark fort. Am See verweilen die Menschen und genießen die Ruhe. Auf dem Wasser treiben Schwäne. Verzaubert verlassen die Gäste den Ort.

Mit der Dämmerung erklingt der dumpfe Gesang der Frater aus dem märkischen Boden, und die weiße Frau ist wieder auf ihrer Suche. Wird sie die Liebe finden? Fontane hockt derweil an dem versteinerten Eichenstamm und liest aus dem „Vaticinium Lehninense“, die “Weissagung” eines bis heute unbekannten Verfassers:

“Und die früheren Bauten Lehnins und Chorins erheben sich wieder, und der geistliche Stand strahlt wieder in Ehren nach einstigem Brauch, und der Wolf lauert dem edlen Schafstall nicht mehr auf.”

Glindow - die Goldgrube des Kloster Lehnin

Wir schreiben das Jahr 1873. Wie stählerne Schlangen winden sich die Gleise aus den tiefen Gruben heraus. Am Boden fördern hunderte Arbeiter unermüdlich einen begehrten Baustoff aus dem Erdreich: Ton für Lehmziegel. Kleine Loren fördern das Material zutage. Eigens dafür angelegte Wasserstraßen fungieren wie Highways zwischen Abbau und Produktionsstätte. Dutzende Lastkähne transportieren den von Hand abgebauten Ton in die Ziegelei Glindow. Von weitem sieht man die 32 Schornsteine, die meterhoch schwarzen Rauch in die Luft pusten. Neben den Löchern türmt sich der ungenutzte Aushub, meterhohe Berge aus märkischem Sand. Es riecht nach verbrannter Kohle. Geformt wird hier jener Ziegel, der Berlin zur architektonischen Weltstadt werden lässt. Tausende Backsteine verlassen täglich den Hafen in Richtung Hauptstadt.

Ab 1462 übernahm das in Lehnin ansässige Kloster die Produktionsleitung der Ziegelei. Die Ziegelproduktion profitierte aufgrund der direkten Wasserverbindung nach Berlin, und so konnten die Äbte die aufstrebende Großstadt mit dem nötigen Baumaterial beliefern. Das sorgte für volle Schatzkammern in der Gemeinde Lehnin. Der gelbgefärbte Klinker wurde über die Grenzen bekannt und massenhaft bestellt. So betrug die Tagesproduktion in Spitzenzeiten bis zu 600.000 Ziegel. Am Anfang des 20. Jahrhunderts neigte sich der Rohstoff jedoch dem Ende zu. Die Weltwirtschaftskrise und die darauffolgende politische Situation setzten dem Treiben ein Ende.

Wer heute Glindow nicht kennt, dem sei dies verziehen, allerdings sei ihm der Ort als Ausflugsziel empfohlen. Die Glanzzeiten dieses Ortsteils der Stadt Werder (Havel) sind lange vorbei. Nach den zwei Weltkriegen gab es keine Verwendung mehr für die Ziegelproduktion, und die Schlote verschwanden aus der geschundenen Glindower Landschaft. Das Terrain verwaiste und geriet in Vergessenheit. Die Glindower Alpen entstanden: die Hügel und Senken, Folgen der Tongewinnung, überwuchert von der Natur. Halbbefestigte Wanderwege führen durch die Abraumhalden. Zwischen eigenartigen Strukturen aus Gräben, Schluchten, Seen und Bächen, gepaart mit idyllischem Mischwald, kann der Besucher die Zeit vergessen. Dieses Naturschutzgebiet bietet auf 120 Hektar einen ganz eigenen Charme. Märchenhaft schimmert das Licht durch die dichten Baumkronen und verliert sich auf dem moosbedeckten feuchten Waldboden. Hier lässt es sich durchatmen, jenseits der hohen gelben Backsteingebäude der Gründerzeit.

Seit 1993 steigt wieder Rauch am Ufer des Glindower Sees auf. Im historischen Ringofen werden Ziegel nach alter Herstellungsweise für den Denkmalschutz produziert. Somit schließt sich wieder der Kreislauf. In buchbaren Führungen können Gäste die stillgelegten Bereiche der Anlage besichtigen. Danach rufen die nahen Glindower Alpen zu einem gemütlichen Spaziergang, u. a. auf einem Naturlehrpfad. Eine beeindruckende Vegetation hat die einst verwundete Landschaft in einen reichhaltigen Lebensraum verwandelt. Und zwischen dem Geäst, kaum sichtbar unter den saftigen Grasbüscheln verborgen, ist er noch zu finden. Ein kleiner Klumpen Ton, formbar, kostbar und sämig. Daraus ist Berlin erbaut.




Impressionen aus Kloster Lehnin Impressionen aus Kloster Lehnin Impressionen aus Kloster Lehnin Impressionen aus Kloster Lehnin

Einwohnerzahlen einiger Orte in der Region

Schwielowssee 10.703
Geltow 4.081
Caputh 4.842
Werder (Havel) 25.345
Michendorf 11.614
Wilhelmshorst 3.147
Beelitz 11.963
Groß Kreutz 8.275
Damsdorf 1.582
Lehnin 3.090
Häuser und Immobilien in Kloster Lehnin


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