Einbruch-Schwachstelle Nr. 1: Die Fenster

Die dunkle Jahreszeit kommt mit großen Schritten. Einbrecher haben es jetzt leichter unerkannt ins Haus zu gelangen. 80 Prozent der Täter steigen über das Fenster ein. Innerhalb kürzester Zeit wird es mit Hilfe eines Brecheisens aus seiner Verankerung gehebelt. Ebenfalls sehr beliebt unter Dieben ist die Terrassentür. Gleiches Prinzip, gleicher Zeitaufwand. Laut Kriminalstatistik aus dem Jahr 2017 sind Einbrüche in Villen und Einfamilienhäusern im Vergleich zum Vorjahr um 32,3 Prozent erfreulicherweise zurückgegangen. Das sind in etwa 1.000 Fälle weniger von insgesamt 3.296 erfassten Einbrüchen in ganz Berlin.

Was können Sie tun?

In erster Linie sollten Sie alle Fenster und Türen verschließen, sobald Sie aus dem Haus gehen – auch wenn es nur kurz ist. Denn gekippte Fenster ermöglichen einen besonders leichten Einstieg. Rollläden, die tagsüber runtergelassen sind, signalisieren, dass niemand Zuhause ist und sind demnach die perfekte Einladung für Diebe. Am effektivsten sind jedoch einbruchhemmende Fenster und Terrassentüren. In Neubauten sind diese mittlerweile Standard.

Insgesamt unterscheidet man in sieben Widerstandsklassen (RC 1 N bis RC 6), letztere gilt als höchste Stufe und wird für den gewerblichen Bereich empfohlen. Für private Haushalte sind die Klassen RC 1 N bis RC 3 ausreichend. Wer in einem älteren Haus wohnt, kann Fenster und Türen auch nachrüsten lassen.

Sogenannte Aufschraubsicherungen bieten einen effektiven Schutz gegen das Aufhebeln. Die Polizei empfiehlt je eine Sicherung pro laufenden Meter zu montieren. Diese sollten an Band- und Fenstergriffseite angebracht werden. Eine weitere Möglichkeit das Aufbrechen des Fensters zu verhindern, sind Pilzkopfzapfen. Sie ersetzen die bereits im Fenster vorhandenen Rollkopfzapfen und verhaken sich mit der zusätzlich montierten Aussparung im Fensterrahmen. Je mehr verwendet werden, desto sicherer wird Ihr Heim. Sinnvolle Ergänzungen wären zudem abschließbare Fenstergriffe und Sicherheitsfolie, die das Zerspringen der Fensterscheibe vermeidet.

Eine Vielzahl der Einbrüche geschehen tagsüber. Sichere Fenster und Terrassentüren sind daher unverzichtbar. Und noch etwas: Pflegen Sie Ihre Beziehungen zu den Nachbarn. Einbrecher, Diebe und Betrüger haben in einer aufmerksamen Nachbarschaft deutlich weniger Chancen.

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