Oh Schreck, ein Schimmelfleck!

Bildnachweis: Thinkstock (Bilder sind nur im redaktionellen Zusammenhang mit TOP-Immobilien GmbH verwendbar.)

Bildnachweis: Thinkstock

In den Herbst- und Wintermonaten hat der Schimmelpilz Hochsaison. Wenn es draußen knackig kalt ist, ist die Versuchung groß einmal weniger das Fenster aufzumachen bzw. nur auf Kipp zu stellen. Gerade diese Lüftungsmethode kann zum Verhängnis werden. Denn die Raumluft kann nicht richtig zirkulieren und die Feuchtigkeit sammelt sich in der Wohnung. Wird dann noch wenig geheizt, kühlen die Wohnräume aus und die Feuchtigkeit kondensiert an den Wänden. Für Schimmel sind das ideale Bedingungen zum Wachsen und Gedeihen.

Nicht nur unzureichendes Lüften kann Schimmelbefall verursachen, sondern auch ein Wasserrohrbruch bzw. undichte Wasserleitungen. Manchmal sind bauliche Mängel, wie z. B. eine schlechte Dämmung oder eine zu kurze Austrocknung bei Neubauten die Ursache.

Wenn es an die Gesundheit geht…

Schimmel in der Wohnung sollte auf keinen Fall verharmlost werden, denn er ist gesundheitsgefährdend. So kann er beispielsweise Asthma hervorrufen oder Allergien herbeiführen, was sich in Form von Schnupfen oder entzündeten Augen bemerkbar macht. Auch Schlafstörungen, Antriebsschwäche oder Kopfschmerzen können ausgelöst werden.

Was hilft gegen Schimmelbefall?

Erstmal heißt es Ruhe bewahren. Schimmel ist zwar hartnäckig, jedoch ist es nicht unmöglich ihn restlos zu entfernen. Bevor man sich überhaupt ans Werk macht, sollte Schutzkleidung nicht fehlen. Sinnvoll sind Handschuhe, Brille und Atemmaske. Zudem sollten Sie alle Türen verschließen und die Fenster weit öffnen. Den Schimmelfleck niemals mit einem trockenen Tuch abwischen – das begünstigt die Verteilung der Schimmelsporen im Raum, also möglichst wenig „Staub aufwirbeln“.

Es gibt mehrere Möglichkeiten dem Schimmel auf den Leib zu rücken. Hausmittel oder Chemiekeule? Nun, es kommt drauf an, wie stark der Befall ist. Bei kleinen Flächen kann hochprozentiger Alkohol (mindestens 70 Prozent) verwendet werden. Da sich, je nach Material, die Stelle verfärben kann, sollte der zu behandelnde Fleck vorher einmal kurz getestet werden.

Ein weiteres Mittel gegen Schimmel ist Brennspiritus. Bei trockenen Schimmelstellen ist es ratsam, den Spiritus mit etwas Wasser zu verdünnen (Mischverhältnis 4:1). Hier sind gleich mehrere Vorteile zu benennen: Spiritus ist so gut wie immer im Haus, er säubert und desinfiziert, trocknet die Stellen nachhaltig aus, da er Wassermoleküle an sich binden kann und dem Schimmel somit Feuchtigkeit entzieht.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, nimmt chlorhaltige Schimmelentferner aus dem Baumarkt. Hier sollte äußerst vorsichtig gearbeitet werden, da das Chlor die Atemwege reizen kann. Menschen mit schwachem Immunsystem, Schwangere, Asthmatiker oder Allergiker sollten besser nicht mit chlorhaltigen Entfernern arbeiten. Sind die zu behandelnden Flächen größer als ein halber Quadratmeter, ist es empfehlenswert einen Fachmann zu kontaktieren.

Für eine nachhaltige Schimmelbekämpfung gilt grundsätzlich: Erst die Ursache feststellen und beheben, dann den Schimmel abtöten und zum Schluss die Stellen reinigen. Hierfür eignet sich ein Staubsauger mit einem Feinstaubfilter (HEPA Filter). Denn auch abgestorbene Schimmelpilze können noch Allergien auslösen.

Wichtig ist, dass die Ursache erkannt und behoben wird, damit Ihre Wohnung in Zukunft schimmelfrei bleibt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *